Ambulanz und Liaisondienst für Psychoonkologie
Die Psychoonkologische Ambulanz wendet sich speziell an Tumorpatienten.
Was ist Psychoonkologie?
Viele Menschen reagieren auf die Diagnose Krebs mit psychischen Symptomen. Hierzu gehören depressive Verstimmungen, Angstzustände, Schlaflosigkeit und Zukunftsängste. Hierbei spielen Veränderungen des Selbsterlebens eine zentrale Rolle. Es geht um Angst vor dem Verlust der Selbstbestimmung, vor sozialer Isolation und vor dem Verlust von körperlicher Unversehrtheit. Hiervon sind auch die Angehörigen betroffen. In der Fachsprache nennt man dieses Teilgebiet der Psychosomatik „Psychoonkologie“. Die Psychoonkologie richtet ihren Blick auf die Befindlichkeit des krebskranken Patienten in der aktuellen Lebenssituation.
Die Symptome von Depressivität und Angst haben nicht nur psychologische Ursachen. In einigen Fällen sind sie auch auf Nebenwirkungen der onkologischen Behandlung zurück zu führen. So gehört Depressivität zu den wichtigen Nebenwirkungen von einigen Chemotherapeutika, Kortison und Interferon. Die ärztlichen Kollegen der Psychoonkologie können durch medikamentöse Behandlung Depressionen, Angst- und Spannungszustände lindern.
Zur Ambulanz für Psychoonkologie gehört auch die aufsuchende Liaisonbehandlung, die in Kooperation mit onkologischen Fachabteilungen der Krankenhäuser in Krefeld tätig ist. Das interdisziplinäre Behandlungsteam der Onkologie/ Psychoonkologie bietet am Krankenbett der onkologischen Fachabteilungen:
- Interdisziplinäre Teamarbeit ärztlicher Visiten
- Bezugspflege durch das Pflegeteam
- Psychotherapeutische Gespräche
- Psychometrie und Diagnostik
- Entspannungstechniken und Bewältigungsstrategien
- Spezielle interdisziplinäre Beratung für besondere Themen der Onkologie wie: Erschöpfungssymptome, Fieber, Infektionen, Haarausfall, Hautprobleme und Ödeme.

