Psychotraumatologische Rehabilitation
Die medizinische Rehabilitation des Zentrums für Psychotraumatologie (ZfP) ist in das Behandlungsangebot der stationären Akutversorgung und des ambulanten Versorgungsnetzwerkes für Psychotraumatologie eingebettet.
Die medizinische Rehabilitation ist ein Versorgungsangebot für Rehablilitanden, die unter einer akuten oder komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) leiden. Bei der komplexen PTBS steht die Psychotraumatologie als Ursache für die Krankheitsentwicklung im Mittelpunkt. Hierzu können z. B. Borderline Persönlichkeitsstörungen, dissoziative, depressive und somatoforme Störungen gehören. So kann es sein, dass auf Grund einer psychotraumatologischen Belastung Einschränkungen in der Belastbarkeit auf dem Arbeitsmarkt und Einschränkungen im familiären und sozialen Leben entstanden sind. Auf diese Problematik ist die medizinische Rehabilitation ausgerichtet.
Für die medizinische Rehabilitation stehen 18 stationäre Plätze zur Verfügung. Unsere Rehabilitanden sind in Wohngruppen in Einzelzimmern untergebracht. Unser entwickeltes Behandlungskonzept ist psychodynamisch ausgerichtet und wird unter ärztlicher Leitung durch ein multiprofessionelles Team durchgeführt. Die psychotherapeutische Behandlung umfasst Einzel- und Gruppenpsychotherapien mit psychotraumatologischem Schwerpunkt. Es finden ein soziales Kompetenztraining, Psychoedukation und störungsspezifische Gruppen statt, die den individuellen Verlauf der Trauma- bzw. Traumafolgestörung berücksichtigt. Hierzu gehören eine Schlafgruppe, das Soziale Kompetenztraining, Medikamententraining, Basale Stimulation, die Depressionsgruppe und eine Gruppenpsychotherapie bei entstandenen Abhängigkeiten von Alkohol oder Tabletten.
Für die medizinische Rehabilitation ist die Kooperation mit externen Institutionen besonders wichtig, um den Brückenschlag zur sozialen und beruflichen Rehabilitation zu unterstützen. Zu den externen Kooperationspartnern gehören Rehabilitationsfachberater der Deutschen Rentenversicherung, Berufsgenossenschaften, Integrationsämter, Berufsförderungs- und Berufsbildungswerke und Vertretern der Arbeitsämter. Zur Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsleben und in der Gesellschaft bestehen enge Zusammenarbeiten mit der Agentur für Arbeit, dem Arbeitslosenzentrum Krefeld, dem Jugendamt Krefeld und Willich, dem Deutschen Berufsförderungswerk, dem Integrationsfachdienst für psychosoziale Hilfe, dem Integrationsamt Köln, der örtlichen Fürsorgestelle Krefeld und dem Gesundheitsamt in Düsseldorf und Krefeld. Für die spezielle Situation für Opfer von Gewalttaten bestehen enge Kooperationen mit den Verbänden des Opferschutzes und dem Landschaftsverband Rheinland.

